HTL Mistelbach

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HTL Mistelbach beim AccuRace

Das siegreiche Team der HTL Mistelbach am Podest mit Glaspokal und Rennmaschine.

Mit einem Akku-Bohrschrauber ein Fahrzeug betreiben?

Was wie eine total schräge Idee klingt wird Realität beim Conrad Accu Race. Das Team der 4AHELB der HTL Mistelbach nimmt mit einer Eigenkonstruktion am 30.10. in Wels am Rennen teil und gewinnt schließlich die offene Klasse und das Rennen der Klassensieger.

Während in Indien Sebastian Vettel zum Sieg fuhr duellierten sich in Wels 53 Amateurteams beim 3. Conrad Akku-Race  (http://www.akkurace.at/). Das Team der HTL Mistelbach war dabei und siegte in der Kategorie und im Rennen der Kategoriesieger.

Im Gegensatz zu den Boliden der Formel 1 hatten die selbst gebauten Fahrzeuge in Wels völlig idente Antriebe – je zwei Akkuschrauber, die nicht umgebaut werden durften. An Konstruktionen tummelten sich Gokarts, Dreiräder oder getunte Fahrräder – alle ausnahmslos ohne Pedale – auf der Rennpiste.

Unterscheiden konnten sich die Teams also nur durch geschickte Konstruktion, Abstimmung und Können der FahrerInnen. Geschwindigkeiten um die 30km/h wurden erreicht.

In der Kategorie offene Klasse, das sind Fahrzeuge mit innovativen konstruktiven Leckerbissen, siegte das Team der HTL Mistelbach mit der Startnummer 57, heuer zum ersten Mal beim AccuRace dabei.

Und schließlich siegten wir auch beim abschließenden Rennen der Klassensieger!

Im Elektronik-Laborunterricht der letzten Wochen wurde in der 4A in Mistelbach ein gebrauchtes Fahrrad völlig umgebaut: Rennreifen sorgen für niedrigend Rollwiderstand, eine Mechanik hilft, die Kraft der Akkuschrauber optimal und ohne gegenseitige Beeinflussung auf die Kette, sprich auf die Rennstrecke zu bringen.

Herzstück des Projektes ist schließlich die selbst entwickelte Elektronik und die Software im Mikroprozessor, die einerseits ständig alle relevanten Fahrdaten misst und aus diesen Werten die optimale Betätigung des Akkuschraubers errechnete. Schließlich konstruierten die 10 SchülerInnen gemeinsam mit den Lehrern noch eine Automatikschaltung für den Kettenwerfer des Fahrrades, um auch im optimalern Drehzahlbereich zu bleiben. Also Antriebstechnik vom Allerfeinsten.

"Die Lernziele Elektronik und Technik angepasst an den Benutzer stecken vollinhaltlich in diesem Projekt," schwärmt auch Direktor Alfred Pohl, der beim Rennen live dabei war. "Großartig war die Teamleistung aller Beteiligten in Entwicklung und Umsetzung. Spitze war auch der Pilot, Martin Leisser von der HTL Mistelbach, der sich wagemütig ins Rennen stürzte und atemberaubend durch die Kurven driftete und das Feld hinter sich ließ."

Für die Zukunft sehen die jungen IngenieurInnen schon Weiterentwicklungspotenzial, es wird an einer universellen E-Antriebsplattform gearbeitet, an der dann auch autonomes Fahren und weitere Driver Assistant Systeme erprobt werden können – ganz im Zeichen von Technik für den Menschen. Und wenn alles klappt, dann steht einer Teilnahme beim nächsten Rennen nichts im Wege.

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