HTL Mistelbach

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Semestermodell für die IV. und V. Jahrgänge

In den vierten und fünften Jahrgängen wird seit September 2011 der Schulversuch Semestrierung in den vierten und fünften Jahrgängen geführt.

Dieses Modell der Semesterbeurteilung ist der konsequent nächste Schritt der kompetenzorientierten Lehrpläne und führt die SchülerInnen noch besser zu Eigenverantwortung und Selbstorganisation. Der Schulversuch geht im Schuljahr 2017/18 in die Regelform der dann gesetzlich vorgesehenen modularen Oberstufe über.

Ziele des Modells sind eine noch bessere Kompetenzorientierung und größere Selbständigkeit und Eigenverantwortung der SchülerInnen der höheren Jahrgänge. Erreicht wird das durch ein
semesterorientiertes Beurteilungssystem mit weiterführenden Zielvereinbarungen und individuell zu vereinbarenden Fördermaßnahmen. Aus dem Lehren auf der einen und Lernen auf der anderen Seite wird verstärkt Partnerschaft. Individuelle Defizite können in Zusammenarbeit mit den Lehrenden eigenverantwortlich aufgeholt werden.
Schließlich nimmt das Modell auch die Situation an Hochschulen und Universitäten vorweg, in der bei bestehendem Potenzial die spezifischen Defizite aufzuarbeiten sind und nicht das ganze Jahr zu wiederholen sind.
Für die Zukunft weitergedacht bedeutet das, dass auch die Teilnahme an einzelnen Lerngegenständen individuell vereinbart werden kann und eine von der Klasse losgelöste Form der Teilnahme denkbar ist, dass also Nachzuholendes in einer anderen Klasse nachgeholt werden kann.
Die HTL Mistelbach beteiligt sich gemeinsam mit anderen HTL an diesem österreichweiten Schulversuch "Semestermodell für den IV. und V. Jahrgang an Höheren Technischen Lehranstalten" (BMUKK mit Zahl BMUKK-23.309/0003-III/3/2011), weil die Kompetenzziele für IngenieurInnen damit noch besser erreichbar sind und die Vorbereitung auf den Beruf bzw. auf ein Studium damit noch besser abbildbar ist.

"Semestermodell" bedeutet nun konkret, dass jedes Semester, also sowohl Wintersemester als auch Sommersemester eine für sich abgeschlossene Beurteilungsperiode darstellt. An die Stelle der Schulnachricht und des Jahreszeugnisses rückt nun also jeweils ein Semesterzeugnis für das Winter- und das Sommersemester. Der Lehrplaninhalt und die Kompetenzziele des Jahrganges teilen sich somit klar definiert auf die beiden Semester auf, die Erreichung der Kompetenzziele wird somit nach jedem Semester beurteilt. Es kann also gegebenenfalls das Wintersemester negativ abschließend beurteilt werden und nicht nur eine Schulnachricht über den aktuellen Leistungsstand informieren.
Um negative Semesternoten aus vorangegangenen Semestern auszubessern, werden pro Semester jeweils zwei Kolloquiumstermine angeboten, bei denen in Form einer schriftlichen und/oder mündlichen Prüfung (je nach Gegenstand) der positive Semestererfolg nachgeholt werden kann.
Für den Antritt zu einem Kolloquium ist eine rechtzeitige (mindestens zwei Wochen vor der bekannt gegebenen Kolloquiumswoche) schriftliche Anmeldung erforderlich.

Jede negative Semesterbeurteilung kann also in jeweils einem Kolloquium, also einer Prüfung ausgebessert werden. Der Antritt zum ersten Kolloquium erfolgt ohne weitere Bedingungen nach schriftlicher Voranmeldung. Vor weiteren Kolloquien (weiteren Versuchen) ist mindestens 2 Wochen vor dem Termin mit dem/der betreffenden LehrerIn schriftlich und verbindlich ein Förderplan zu vereinbaren und nachweislich zu erfüllen.

Dasselbe Modell gilt nun auch für den Übertritt vom Sommer- in das Wintersemester, also das "Aufsteigen": Hier können SchülerInnen trotz negativer (Semester-) Beurteilung in die nächste Klasse aufsteigen (im gegenständlichen Fall vom vierten in den fünften Jahrgang).
Negative Beurteilungen müssen dann im Wintersemester des fünften Jahrganges durch Kolloquien ausgebessert werden. Zur Reife- und Diplomprüfung sind (vergleichbar wie auch bisher) nur SchülerInnen mit maximal einer negativen Semesterbeurteilung antrittsberechtigt. SchülerInnen mit mehreren negativen Beurteilungen müssen vor Antritt zur Reife- und Diplomprüfung die entsprechenden Kolloquien positiv absolvieren.
Sind nach dem ersten Kolloquientermin im Herbst drei oder mehr negative Semesterbeurteilungen (Summe aus Winter- und Sommersemester) vorhanden wird das Wiederholen des Jahrganges dringend empfohlen! Die Entscheidung erfolgt in diesem Fall gemeinsam mit dem Klassenvorstand.